Big Brother is tracking you – Android for Work

Surveillance phone, 3D renderAm 16. April veröffentlichte Google seine Antwort auf mobiles Arbeiten auf privaten Endgeräten mit seiner „Android for Work App“. Damit können nun private und geschäftliche Daten und Anwendungen voneinander getrennt verwaltet werden. Über das Mobile Device Management (MDM) ist auch die Fernwartung möglich. In Anbetracht der zunehmenden Verschmelzung der Arbeit mit dem Privatleben auf dem eigenen Endgerät ist das zumindest für Firmen ein guter Lösungsansatz. Wenngleich die große Anzahl an Malware (http://de.wikipedia.org/wiki/Schadprogramm) im Android Bereich immer noch ein Problem für die Sicherheit darstellt. Und so lange die von Samsung eingesetzte Android-Sicherheits-Suite Knox nicht wie bei Apple üblich komplett auf Sandboxing (http://de.wikipedia.org/wiki/Sandbox) setzt, wird das wohl auch für die Firmen weiterhin ein Risiko bleiben.

BYOD und Überwachung

Für den Arbeitnehmer, der sein eigenes Endgerät auch für Arbeit nutzen will und/oder soll (BYOD – http://de.wikipedia.org/wiki/Bring_your_own_device), stellt sich die Frage, ob er einen Teil der Kontrolle seines Handys oder Tablets abgeben will. Denn die Berechtigungen, die sich Apps in der Regel einverleiben greifen potentiell tief in die Privatsphäre ein. „Android for Work“ bietet dem Betreiber des Arbeitsumfeldes zudem die Möglichkeit private und geschäftliche Daten zu tracken – Stichwort Überwachung und Leistungskontrolle. Inwieweit eine Überwachung stattfindet, kann der Benutzer im Zweifelsfall selbst kaum erkennen. Es gibt noch keine Software für die Datenflussanalyse, so dass überprüfbar ist, welche App was wann wohin überträgt. Das ist allerdings auch ohne Android for Work schon ein großes Problem. Denn jede App verleibt sich oft bereits bei der Installation umfangreiche Rechte ein. Wer da nicht hinterfragt, warum eine App Rechte haben will, die sie für den Betriebszweck nicht benötigt, wird schnell zum Opfer der allgemeinem „Datensammelwut“ oder Schlimmerem.

Die Möglichkeit der Fernwartung (http://de.wikipedia.org/wiki/Fernwartung) über das MDM öffnet ebenfalls viele Optionen. Ein mobiles Endgerät kann Vieles nebenbei erfassen: Standort, Umgebungsgeräusche, Bilder, Videos etc. … zusätzlich zu den Daten auf dem Gerät selbst. Theoretisch lässt sich damit eine komplexe Überwachung realisieren.

Ein Fall für die betriebliche Mitbestimmung

Hier erhalten Betriebs- und Personalräte wieder Arbeit, um diese Thematik ohne Nachteile für die Arbeitnehmer zu gestalten. Ob das im Falle der geschäftlichen Nutzung von privaten Endgeräten überhaupt möglich, geschweige denn sinnvoll ist, muss sich jede Seite dezidiert fragen. Die Verschmelzung von Arbeit und Privatleben wird technisch gesehen ungeachtet von Gesetzten und betrieblichen Regelungen weiterhin rasant voranschreiten.

Früher war alles noch einfach zu erklären „Arbeit ist Arbeit und Schnaps ist Schnaps“. Das ist schon lange nicht mehr der Fall. Spätestens seit den Sozialen Medien wird der Schnaps nicht selten auch rasch zur Arbeit, wenn auch meist nur für die Gerichte…

Android for Work App

App Store: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.google.android.apps.work.core
Informationen für Benutzer: http://www.android.com/work/
Informationen für Unternehmen: https://www.google.com/work/android/

Weitere interessante Meldungen:

Open for business: Android for Work shows up on Google Play
http://www.zdnet.com/article/open-for-business-android-for-work-shows-up-on-google-play/

12 Tipps zur Arbeit mit Google for Work
http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/12-tipps-zur-arbeit-mit-google-for-work-10465/

Mobile Security: iOS vs. Android vs. Windows Phone vs. BlackBerry
http://www.computerworld.ch/businesspraxis/security/artikel/mobile-security-ios-vs-android-vs-windows-phone-vs-blackberry-67562/

Android for Work isoliert und verwaltet Firmendaten
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Android-for-Work-isoliert-und-verwaltet-Firmendaten-2612276.html?wt_mc=rss.ho.beitrag.atom

Seit der Jugend begeistert von IT & Internet. Seit der Ausbildung gefangen von den Themen Kommunikation & Marketing. Seit dem ersten StartUp fasziniert von Businessplänen und "Killerapplikationen". Familienmensch. Im Geiste Unternehmer mit Herz für Demokratie und Mitbestimmung. Zwiegespalten? Nie! :D

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